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Zementschleierentferner

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Darunter versteht man säurehaltige Produkte, die Zementschleier entfernen . Doch jede Säure hat ihre Tücken und ist nicht immer für jeden Naturstein geeignet. Salzsäure geht gerne an metallhaltige Mineralien und legt dabei Eisen frei. Das freigewordene Eisen verbindet sich dann freudig mit Sauerstoff und es entsteht der Rostfleck, z. T. erst nach einem halben Jahr. Salzsäure sollte daher niemals bei Naturstein angewendet werden. Phosphorsäure mag mit Vorliebe Eisen, deshalb ist er auch Hauptbestandteil von sogenannten Rostumwandlern. Sie verbindet sich mit dem "Rost" und ändert u.a. die optischen Eigenschaften. Naturstein wie z. B. Nero Impala, Labrador, Assoluto haben einen hohen Eisenanteil in ihren Mineralien eingebunden. Phosphorsäure kann diese Gesteine blitzschnell blind werden lassen. Ein gelber Granit oder auch ein Sandstein kann durch Phosphorsäure entfärbt werden. Amidosulfonsäure ist der ideale Zementschleierentferner. Diese Säure liebt Kalk. Zitronensäure ist äußerst aggressiv und wird meistens unterschätzt. Ihre Vorliebe für Kalk macht sie zum Fugenfeind Nr. 1 im privaten Haushalt. Für die Zementschleierentfernung ist Zitronensäure allerdings zu teuer. Wenn der Naturstein säureempfindlich ist (Kalkstein, Marmor, viele Sandsteine, Tonschiefer), dann darf man diese Chemikalien nicht verwenden. Während der Verlegung und Verfugung ist der Boden mit einem Schwamm zu reinigen, solange alles noch feucht ist. Um den Naturstein und die Fugen vor der Säure zu schützen, ist es die einfachste Methode, den Boden vorzuwässern. Wenn Wasser drin ist, kommt die Säure nicht rein. Der Zementschleier liegt an der Oberfläche und kann dann von der Säure zerfressen werden. Die meisten Zementschleierentferner lösen nur den Zement an, reinigen aber nicht. Aus diesem Grund und zur Neutralisierung muss der Bodenbelag "Nass in Nass" mit einem alkalischen Grundreiniger gereinigt werden. Danach ist mit klarem Wasser der Boden zwei mal abzuwischen. Immer einen Test an einer unaufälligen Stelle machen, da man nicht immer sicher sein kann, wie der Stein reagiert und was in den Mitteln drin ist.

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Kärcher
 27.05.2012
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