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Zementschleier entstehen oft im Mauerwerk eines Neubaus, nach dem Verfugen oder nach dem Ausbessern alten Mauerwerks. Zementschleier entstehen im Gegensatz zu Ausblühungen durch mangelnde Sorgfalt beim Mauern (Mörtel spritzt auf das Sichtmauerwerk). Besonders störend fallen Zementschleier auf, wenn es sich um Verblendmauerwerk mit roten und bräunlichen Klinkern handelt. Zementschleier lassen sich am besten mit speziellen Zementschleierentfernern beseitigen, die im Unterschied zu chemisch "sauren" Steinreinigern keine Reinigungswirkung besitzen, so dass tatsächlich nur die Schleier entfernt werden. Bei ungereinigtem altem Mauerwerk, wo nur partiell z.B. durch Ausbesserungsarbeiten entstandene Schleier beseitigt werden sollen, würden sich ansonsten unschöne helle (saubere) Stellen bilden. Man hätte dann zwar die Flecken durch Schleier entfernt, aber neue Flecken durch Reinigungsmittel verursacht.
Zementschleier können auch nach dem Ausfugen von Fliesen entstehen. Dabei wird nach dem Verlegevorgang der Belag mit einem Fugenmaterial eingeschlämmt und danach abgerieben
oder „abgewaschen“. Wird der Belag jedoch nicht gründlich genug abgewaschen, so bilden sich nach dem Trocknen leichte Schleier aus Schmutz und Zement. Befinden sich die Schleier auf einer polierten Oberfläche, so sind sie mit leicht alkalischen Grundreinigern und einem leicht abrasivem Pad (rot) zu entfernen. Bei geschliffen Oberflächen aus Kalkstein (Marmor, Betonwerkstein, Travertin etc.) darf nicht mit sog. Zementschleierentfernern gereinigt werden, da sonst die Oberfläche des Steines verätzt (beschädigt) wird. Bei geschliffenen Oberflächen aus Granit kann mit leicht sauren Reinigern auf Phosphor-Säure-Basis gereinigt werden. Es ist jedoch
empfehlenswert, die Reinigung vorab immer an kleinen Stellen auszuprobieren.
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