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Der Begriff der Wohnkirche ist ganz jungen Ursprungs. Weil einerseits die christlichen Religionen in Deutschland, insbesondere die katholische Kirche, nicht ausreichend Seelsorger zur Verfügung stellen können oder (im Falle der ev. Kirche) aus Kostengründen auch nicht wollen, andererseits aber auch die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstbesucher stark abnimmt, stehen viele Kirchen leer und müssen abgerissen oder umgewidmet werden. Der Abriß kommt selten in Frage, da ein Sakralbau für die Einwohnerschaft ein Stück Heimat bedeutet und oft auch der Denkmalschutz Einwände erhebt. So werden vielerorts in aufgelassene Kirchen Wohneinheiten eingebaut. Meistens handelt es sich um Sozialwohnungen. In einer überwiegend katholischen Großstadt wie Mönchengladbach gibt es (Stahd 2011) bereits zwei Wohnkirchen. Eine weitere Kirche wurde hier zu einem Klettergarten umgebaut. Bei all diesen Maßnahmen bleiben die Fassaden und natürlich auch die Glockentürme erhalten, wobei der Altarbereich als eine Art Hoffläche dient.
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