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Wanderschaft

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Traditioneller Brauch der Zimmer-, Maurer- und Steinmetzgesellen, in der Kluft ihrer Zünfte "auf die Walz" oder "auf Wanderschaft" zu gehen. Die Wanderschaft dauert mindestens drei Jahre, während derer sich der wandernde Geselle seinem Heimatort nicht nähern darf. Wandernde Handwerksgesellen gingen schon in den vergangenen Jahrhunderten auf Wanderschaft auch ins Ausland, insbesondere in den Süden. Die Zimmerleute brachten aus Kalabrien in Italien ihre breitkrempigen Hüte mit, die heute zur Tracht eines wandernden Zimmergesellen gehören und sich folgerichtig "Kalabreser" nennen. Zum Outfit eines wandernden Gesellen gehört der Charlottenburger und die Ehrbarkeit. Maurer und Stienmetze tragen keine Kalabreser, sondern Zylinder oder eine Art Bowler-Hut. Auf der Wanderschaft zu gehen gilt heutzutage wieder als modern, weil Handwerksgesellen auf diese Weise auch Arbeitstechniken aus anderen Regionen und Ländern lernen. Wandernde Handwerks"burschen" haben traditionsgemäß Anspruch auf ein Handgeld bei den entsprechenden Kreishandwerkerschaften, wo auch ihr Wanderbuch abgestempelt wird.

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Kärcher
 09.02.2012
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