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Tapete

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Schon die Höhlenbewohner hatten das Bedürfnis, kahle Wände zu verschönern. Aufwändige Fresken konnten sich freilich nur Könige, Adelige und Kirchenfürsten leisten. Durch die Erfindung der Papiertapete, die "endlos" aufrollbar und bedruckbar ist, kam der Wandschmuck in die Stube jedes Bürgers. Zuvor behalf man sich mit Ledertapeten, die aufgeklebt oder auf Leisten genagelt wurden und mit Seidentapeten, die auf Rahmen gespannt und auf der Wand angebracht wurden. Nach wie vor spielt Zellulose, also der Papierrohstoff, buchstäblich eine "tragende" Rolle in der modernen Tapetenfabrikation. Tapeten werden bedruckt, geprägt, mit verschiedenen Materialien beschichtet und sogar beflockt. Man unterscheidet zwischen Rauhfaser, Vlies-Tapeten, Struktur-Tapeten, Leimdruck-Tapeten, Textil-Tapeten, Velours-Tapeten, Metall-Tapeten und Vinyl-Tapeten. Als spaltbare Tapete wird eine Tapete bezeichnet, die sich beim Abziehen von der Wand "aufspaltet". Die Isolier-Tapete ist keine Tapete, sondern eine Dämmfolie.

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Kärcher
 07.02.2012
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