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Beim Strangpressen oder Extrudieren wird eine plastische Masse durch eine Maschine in eine bestimmte Form gepresst. Die Hausfrau bzw. Hausmann kann sich dies wie die Herstellung von Spritzgebäck vorstellen. Materialien, die mittels Strangpressverfahren hergestellt werden, sind Kunststoffe, Metalle oder Ton. Kunststoffe müssen warmverformbar sein, da sie vor dem Strangpressen erwärmt werden. Danach werden sie über Profildüsen zu Platten, Bändern, Stäben oder Rohren geformt. Ton in feuchter, teigähnlicher Konsistenz wird durch Strangpressen zu Dachziegeln, Mauerziegeln oder Steinzeug-Fliesen verarbeitet. Bei der Herstellung von Keramik gibt es neben der Strangpressung noch die Trockenpressung. Alle Keramikprodukte, die mit Strangpressung hergestellt wurden, zählen zur Grobkeramik, wurde Trockenpressung angewendet, spricht man von Feinkeramik. Nach dem Pressen muss die Masse noch bei Temperaturen zwischen 900 und 1.200 Grad Celsius gebrannt werden. Auch viele Aluminiumprofile werden im Strangpressverfahren hergestellt. Dabei wird je nach Legierung ein auf 400 bis 500° C vorgewärmter Werkstoffbolzen durch einen Pressstempel gegen eine Matrize gedrückt. Bei Überschreitung der Fließgrenze "fließt" das Aluminium durch die Matrize und läuft als Profil aus der Maschine.
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