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Stiftschlösser sind die standardmäßigen Zylinderschlösser bei Hauseingangstüren, Wohnungseingangstüren, Kellertüren oder Garagen. Seltener findet man sie auch als Fahrradschloss. Stiftschlösser besitzen, wie der Name bereits erahnen lässt, einen Schließmechanismus aus Sifte. Die Stifte werden meist aus Messing hergestellt. Um den Verschleiß zu minimieren sind die vorderen Stifte häufig aber auch aus gehärtetem Stahl. Manche Schlösser weisen unterschiedliche Stifttypen auf, die das Entsperren erschweren sollen, indem sie den Eindruck erwecken, bereits entsperrt zu sein, obwohl das nicht der Fall ist.
Die vorderen Stifte aus gehärtetem Stahl sind zu Stiftsäulen zusammengesetzt, die aus jeweils zwei Stiften, dem Gehäuse- und dem Kernstift bestehen. Die Stiftsäulen werden von einer Feder in den Kern gedrückt. Handelsübliche Stiftschlösser haben 5 Stiftsäulen im Schließkanal, billige Stiftschlösser haben weniger. Normale Schließzylinder lassen sich von beiden Seiten schließen. Dazu bedarf es einer Kupplung, die in der Mitte zwischen den beiden Kernen sitzt und dafür sorgt, dass nur der Kern seine Drehung an die Schließnase überträgt, in dem ein Schlüssel steckt. Eine Unterform des Stiftschlosses ist das Bohrmuldenschloss.
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