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Ein Sparrendach ist neben Pfettendach und Kehlbalkendach eine Bauweise eines Dachstuhls. Das Sparrendach ist entstanden aus der Dachhütte des nordeuropäischen Raumes. Es besteht aus einer Aufeinanderfolge von jeweils in sich standfesten Sparrenbindern (Gespärre). Am First sind die Sparren kraftschlüssig verbunden und bilden mit der darunter liegenden Decke ein unverschiebliches Dreieck. Die Kräfte aus Wind und Auflast werden über die Sparren nach unten geleitet. Dort werden sie von einem Widerlager aufgenommen und entweder direkt oder über einen Kniestock (Drempel) in die Decke eingeleitet. Der Kniestock darf bei einem Sparrendach nicht gemauert werden, da er wegen der großen Lasten abknicken würde. Er wird daher in Einheit mit der Decke geschalt. Der große Vorteil eines Sparrendachs ist, dass keine Balken den Dachraum stören, der Dachausbau ist sehr einfach möglich. Allerdings können keinen keine größeren Gauben oder Dachflächenfenster verwendet werden, da die Sparrenpaare immer direkt gegenüber angebracht werden müssen und keine Verschiebung der einzelnen Sparren möglich ist. Auch ein großer Dachüberstand und breitere Grundrisse sind beim Sparrendach nicht so einfach zu bewerkstelligen. Ein Sparrendach sollte mindestens eine Dachneigung von 20° haben, da sonst die Kräfte an First und Sparrenfußpunkt zu groß für eine Holzverbindung werden
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