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Das Schieferdach bzw. der verschieferte Giebel gehören zum Alltagsbild in einigen Regionen Deutschlands, insbesondere in der Eifel, wo hochwertiger Schiefer abgebaut wird, im Bergischen Land und in Thüringen. Die Schieferschindeln werden entweder werksseitig in standardisierten Maßen und mit zwei vorgebohrten Löchern oder aber als Schieferplatten geliefert, die der Schieferdecker vor Ort für die sog. Wilde Deckung zurechtschlägt bzw. zurechtschneidet. Eine sog. Bogenschnittdeckung oder Universaldeckung kann auch der geübte Heimwerker selbst bewerkstelligen, zumindest was die Giebelverkleidung betrifft. Diese Schindeln werden auf einer Vollschalung aus 24 mm dicken Fichte-/Tanne-Brettern angebracht. Auf die Verschalung kommt zuvor eine V13-Bitumendachbahn. Und dann werden die Schindeln mit den speziellen geriffelten Schiefernägeln aufgenagelt. Das Aufschrauben geht auch, ist aber mehr die Sache des Heimwerkers, der vermeiden will, dass ihm beim Nageln zu viele Schindeln kaputt gehen. Für einen Quadratmeter Dachfläche rechnet man mit einer Schieferlast von 30 kg. Was die Vollschalung betrifft, so ist unbedingt auf gleichmäßig trockenes Holz zu achten. Der Begriff Schieferschindel hat ebenso wie der Beruf des Schieferdeckers eine historische Bedeutung, einzelne Herstellerwerke bemühen sich jedoch, stattdessen den Begriff Schiefer-Deckstein zu popularisieren. Die in Deutschland verwendeten Schieferschindeln müssen eine Stärke von 4 - 6 mm aufweisen.
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