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Unter einer Rosette werden unterschiedliche Bauteile verstanden. Heutzutage versteht man unter Rosetten runde Kleinteile, die in verschiedenen Gewerken eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um Abdeckscheiben aus Kunststoff, Holzwerkstoff oder Metall, im letzteren Fall für den Einsatz im Badbereich meistens verchromt. Rosetten umfassen Rohre, die aus der Wand oder dem Boden kommen (z. B. Heizungsrohre am Radiator) und kaschieren die Wand- oder Bodenöffnung. Auch als Bestandteil von Drückergarnituren sind Rosetten in Gebrauch. In diesem Fall (siehe Foto des Herstellers Hoppe) umfassen die Rosetten den Türgriff und das Schlüsselloch. Die historische Bedeutung der Rosette ist jedoch eine ganz andere. Rosetten kommen als Schmuckelemente ebenso in Kirchenfenstern wie in Plafonds vor, aber auch in Ziergittern, Portalen und dergleichen. Rosetten können aus Naturstein gemeißelt, aus Holz geschnitzt, aus Eisen oder Bronze gegossen oder aus Gips geformt sein. Rosetten werden auch heutzutage noch hergestellt - und zwar solche aus echtem Stuck oder als Imitationen aus Kunststoff. Unsere Zeichnung zeigt eine gotische Rosette aus dem Ulmer Münster. Auch an Fenstern findet man Rosetten, die hier wahlweise als Fensterrose, Rosenfenster oder nur Rose bezeichnet werden. Die kreisförmige Fensterrose ist ein mit Maßwerk gefülltes und mit farbigen Glasmalereien geschmücktes Fenster. Es ist vor allem über Portalen und in Querschiffgiebeln der Spätromanik und Gotik zu finden.
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