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Resorcin-Formaldehydharze, auch Resorcinharze genannt, sind härtbare, duroplastische Kunstharzklebstoffe, die durch Polykondensation gewonnen werden und in ihren Eigenschaften den Phenol-Formaldehydharzen sehr ähnlich sind, zumal Resorcin zur Gruppe der mehrwertigen Phenole gehört. Resorcin-Formaldehydharze werden bevorzugt für Kaltverleimungen eingesetzt. Bei der ebenfalls möglichen Warmverleimung werden jedoch keine wesentlichen Vorteile mehr gegenüber den preiswerteren Phenolharzen erreicht.
Das Hauptanwendungsgebiet der relativ teuren Resorcin-Formaldehydharze liegt im Ingenieurholzbau, wo sie für die Verleimung von tragenden Holzbauteilen bauaufsichtlich zugelassen sind. Hierfür sind außerdem die preiswerteren Phenol-Resorcin-Mischkondensate zugelassen, die zwischen ca. 20 und 100°C abbinden. Beide Phenolplastharze können auch für Sperrholzverleimungen verwendet werden. Außer für die Holzverleimung eignen sich Resorcin-Formaldehydharze für die Verklebung verschiedener Kunststoffe, Textilien, keramischer Materialien, Kautschuk usw. Resorcin-Formaldehydharze sind wie Phenolharze beständig gegen kochendes Wasser und gegen Kochwechselbehandlungen. Aufgrund ihrer großen Widerstandsfähigkeit auch gegen Säuren und schwache Alkalien sind Resorcin-Formaldehydharze für Außenanwendungen geeignet, bei denen witterungsbeständige Verklebungen gefordert werden.
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