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Der Pavillon ist im Prinzip ein nach allen Seiten offenes Gartenhaus, bei dem das Dach statt auf Wänden auf Säulen ruht. Pavillons sind seit Jahrtausenden bekannt, sie erfüllten in der galanten Zeit auch die Aufgabe eines Liebesverstecks. Die Baumaterialien und Bauformen sind verschiedenartig. Die Grundrisse sind meist kreisförmig, oft aber auch sechs- oder achteckig. Bei rechteckigen Grundrissen verlieren Pavillons ihren spezifischen Charme, der sich auch dadurch ausdrückt, dass der Baukörper hoch und schlank angelegt ist. Pavillons waren um 1900 die große Mode in Mitteleuropa; sie wurden zum Teil in Naturstein oder aus Gußeisen gebaut und mit Mosaiken verziert. Aber auch in der asiatischen Architektur haben Pavillons mit den kunstvoll geschwungenen Dächern eine große Tradition. Die klassische Dachform ist das Kuppeldach, gebaut wurden und werden aber auch Pavillons mit anderen Dachformen, zum Beispiel dem Pagodendach. Heutzutage gibt es Bausätze für Pavillons; darunter auch wie zu Zeiten unserer Urgroßväter aus Gusseisen. In vielen europäischen Städten, vor allem in den touristisch frequentierten Städten des Südens, wurden in den letzten Jahren große Pavillons restauriert oder neu gebaut, um Plätzen und Boulevards einen nostalgischen Charakter zu verleihen.
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