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Parkettversiegelung

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Eine Parkettversiegelung hat die Aufgabe, den Parkett vor Feuchtigkeit, Schmutz und Beschädigungen zu schützen. Es stehen verschiedene Systeme zur Parkettversiegelung zur Auswahl. Das fängt mit der Grundversiegelung an. Grundsiegel sollen die Poren des Parketts nach unten schließen und gleichzeitig verhindern, dass sich die Holzfarbe verändert, wenn der Decksiegel aufgetragen wird. Ein Decksiegl sind z.B. Öl-Kunstharzsiegel. Die Ölsiegel härten durch den Sauerstoff der Luft. Es bildet sich ein fester, wasserbeständiger und mechanisch widerstandsfähiger Film. Ölsiegel werden gebrauchsfähig geliefert und sind darüberhinaus leicht zu verarbeiten. Auch Polyurethan-Siegel Polyurethan-Siegel (PUR-Siegel/DD-Siegellacke) gibt es als ein- oder als zweikomponentige Systeme. Polyurethansiegel für Parkett bestehen aus Polyesterharzen, polymeren Isocyanaten und Lösungsmitteln. Die Trocknung erfolgt zunächst pysikalisch durch Verdunsten der Lösemittel. Danach erfolgt eine chemische härtung in Form einer Polyadditionsreaktion. Der PUR-Siegel wird immer dann eingesetzt, wenn besonders hohe Ansprüche an die Oberfläche gestellt werden. Säurehärtende Siegel wurden ebenfalls lange zur Parkettversiegelung verwendet. Säurehärtende Versiegelungen (SH - Siegel) werden i.d.R. zweikomponentig angeboten, wobei die Härterkomponente eine in Lösungsmitteln dargebotene Säure darstellt. SH - Siegel besitzen ebenfalls eine ausgezeichnete Haftung und zusätzlich eine extrem harte Oberfläche bei einer kurzen Trockenzeit (etwa 3 Stunden). Sofort nach dem Mischen reagieren die Komponenten in Form einer Katalyse mit einer Polykondensation. Problematisch ist die Abspaltung (Abgabe an die Raumluft) von Formaldehyd - auch nach der Erhärtung. Deshalb werden diese Versiegelungen heute so gut wie gar nicht mehr eingesetzt. Zunehmende Bedeutung gewinnt die Parkettversiegelung mit Wasserlack. Wasserlacke enthalten ebenfalls einen - äußerst geringen - Anteil an Lösemitteln. Wasserlack ist ein auf Wasser basierendes Versiegelungsmittel. Neben Wasser sind Bestandteile: Acrylate, Filmbildner, Polyurethane, Lösungsmittel. Wasserlack zeichnet sich durch Schadstoffarmut, Geruchslosigkeit, leichte Verarbeitbarkeit aus. Zudem ist er unbrennbar. Alternativen zur Parkettversiegelung mit Lacken sind Ölen oder Wachsen.

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Kärcher
 09.02.2012
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