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Naturharlacke bestehen überwiegend aus nachwachsenden, leicht abbaubaren Rohstoffen. Sie werden auf Basis von pflanzlichen Harzen und Leinöl, versetzt mit Lösemitteln, Pigmenten und meistens mit Sikkativen hergestellt. Alle Inhaltsstoffe werden auf der Verpackung deklariert.
Naturharzlacke sind diffussionsoffener als Kunstharzprodukte. Das heißt, sie können Feuchtigkeit besser aufnehmen und wieder an die Raumluft abgeben. Auch laden sie sich nicht so stark elektrostatisch auf und verschmutzen dadurch nicht so schnell. Naturharzlacke können je nach Rezeptur bis zu 40 Prozent Lösemittel enthalten. Es gibt aber auch Produkte, die völlig ohne auskommen. Doch auch als lösemittelfrei deklarierte Naturharzlacke können Giftstoffe enthalten sein. Bei Giftstoffen macht es keinen Unterschied, ob diese aus der Natur oder aus der Retorte kommen. Bei Naturharzlacken entstehen z.B. Aldehyd-Emissionen, da ungesättigte Fettsäuren (Leinöl) mit Sauerstoff reagieren. Naturharzlacke können bis zu einem Jahr lang ausgasen, weshalb verstärkte Belüftung von Innenräumen ratsam ist.
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