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Bei Naturbaustoffen handelt es sich um Baustoffe, die nicht nur gesundheitlich unbedenklich sind, sondern auch umweltfreundlich in Herstellung, Funktion und Entsorgung. Wer ökologisch bauen möchte, kann mittlerweile auf eine Vielzahl von Materialien vom Keller bis zum Dach zurückgreifen. Viele herkömmliche Baustoffe dürfen sich ebenfalls als Naturbaustoffe bezeichnen. Putze und Bauplatten sollten rein mineralische Inhaltsstoffe besitzen, insbesondere der Lehmputz ist sehr empfehlenswert. Ein Putz aus Lehm enthält keinerlei Schadstoffe, unter Umständen sind organische Bestandteile wie Strohhäcksel enthalten. Auch reiner Kalkputz ist schadstofffrei und darf sich als Naturbaustoff bezeichnen. Meist wirkt der Kalkputz auch leicht antibakteriell. Auch Gipsputze sind empfehlenswert, allerdings ist bei ihnen auf die Zusätze zu achten. Methylzellulose ist dabei relativ unbedenklich, Naturgips und REA-Gips haben nur wenige Verunreinigungen. Vorsicht ist bei Chemiegipsen geboten, die mit Problemstoffen behaftet sein können. Für Gipskartonplatten oder Gipsfaserplatten gelten die gleichen Empfehlungen wie für Gipsputz. Empfehlenswerte Tapeten, die in die Rubrik Naturbaustoffe fallen, sind Raufaser, Papiertapeten und Papier-Prägetapeten. Allerdings enthalten industriell hergestellte Tapeten synthetische Bindemittel. Bei Tapetenkleistern ist darauf zu achten, dass diese keine Fungizide enthalten. Diese sind häufig auch in Wandfarben enthalten, weshalb besser auf Trockenmischungen zurückgegriffen werden sollte. Bezeichnungen für solche fungizidfreien Farben sind z.B. Kalk-Kaseinfarben, Sumpfkalk oder Silikatfarben. Als fertig angemischte Alternative kommen Naturdispersionsfarben in Frage. Bei den Bodenbelägen fallen alle Steinböden in die Rubrik "Naturbaustoffe". Auch Holzböden, Parkett und Dielen sind schadstofffrei, sofern sie leimfrei und ohne mechanische Befestigung verlegt werden. Zur Oberflächenbeschichtung sollten schadstofffreie Naturöle und Hartwachse verwendet werden. Soll es ein elastischer Bodenbelag sein, kommen Linoleum und Kork in Frage. Diese sind zwar nicht ganz schadstofffrei, doch im Vergleich zu PVC die beste Alternative. Bei textilen Bodenbelägen sind Naturfasern empfehlenswert, wobei diese auch gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten können. So kann Schafwolle mit Mottenschutz und Baumwolle mit Ausrüstungschemikalien behandelt worden sein. Kokos und Sisal kommen hingegen so gut wie ohne Chemie aus. Bei Fenstern und Türen ist Vollholz empfehlenswert, die mit Naturöl oder Naturwachs behandelt wurden. Fenster und Holzwerkstofftüren sollten mit Naturharzlasuren und Naturharz-Decklacken gestrichen werden. Bei Holzwerkstoffen ist darauf zu achten, dass sie formaldehydfrei sind. Diese haben die Bezeichnung F-OFF. Zur Dämmung sollten Naturdämmstoffe wie Zellulose, Hanf, Holzfaserplatten oder Kork verwendet werden.
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