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Mineralfarbe wird auch Wasserglasfarbe, Silikatfarbe oder, nach dem Erfinder A.W. Keim, Keimfarbe genannt. Wasserglas dient als Bindemittel bei Mineralfarben. Verdünnt wird die Farbe mit Fixativ. Gegenüber Dispersionsfarben hat die Farbe gesundheitliche und technische Vorteile, da keine Kunststoffe, Lösemittel oder Konservierer zugesetzt werden. Das Prinzip der Silikatfarbentechnik beruht auf der Verkieselung der Mineralfarbe mit dem Untergrund. Es entsteht eine feste, mineralische und unlösbare Verbindung der Farbe mit dem Anstrichträger (Putz, Beton, Naturstein etc.) Die hohe Wasserdampfdurchlässigkeit von Mineralfarben gewährleistet, dass enthaltene Feuchtigkeit im Baukörper ungehindert nach außen abgegeben werden kann. Somit kommt es zu keinen Wasseransammlungen zwischen Anstrich und Untergrund, die zu Absprengungen und Rissen führen. Mineralfarben eignen sich besonders gut zur Renovierung denkmalgeschützter Bausubstanzen. Sie werden aber auch zunehmend für moderne Bauten verwendet.
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