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Abwertende Bezeichnung für Mietshäuser, die in einem stereotypen Baustil errichtet worden sind, um Familien mit Kindern auf schnellst- und billigstmögliche Weise zu Wohnraum zu verhelfen. Eigentümer solcher Mietskasernen sind häufig städtische Wohnungsgesellschaften, aber auch ehemals staatliche Betriebe wie die Bundesbahn oder die Bundespost und gelegentlich auch Privatleute. Typisch für Mietskasernen ist, dass sich in einem Mietshaus mit gemeinsamem Eingang und Treppenhaus acht, zwölf oder mehr Wohnungen gleichen Zuschnitts und gleicher Minimalausstattung befinden. Solche Mietskasernen gehörten auch zum Baustandard der ehemaligen DDR, wo tausende Plattenbauten errichtet worden sind. In der Bundesrepublik wurden vor allem in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg, als Millionen Flüchtlinge untergebracht werden mussten, "Mietskasernen" in großer Stückzahl errichtet, zum Teil auch für die Familien der ehemaligen Besatzungssoldaten. Ein erheblicher Teil dieser "Mietskasernen" wurde inzwischen modernisiert. Dabei stand nicht nur die Absicht im Vordergrund, höhere Mieteten zu erzielen, sondern sich durch Umwidmung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen die Mietshäuser gänzlich vom Halse zu schaffen.
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