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Müllheizkraftwerk

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Die roh- und werkstofflich nicht mehr verwertbaren Restabfälle werden von den Kommunen oder privaten Dritten beim Müllheizkraftwerk angeliefert, gewogen und nach der Abfallkontrolle in den Müllbunker gekippt, dort durchmischt und zwischengelagert. Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche und heterogene Abfallfraktionen wie Haus- und Sperrmüll, hausmüllähnlichen Gewerbeabfall und auch entwässerten Klärschlamm. Dieses Gemisch lässt sich ohne Zusatzbrennstoffe wie Öl oder Gas gezielt bei Temperaturen um 1.000°C selbstgängig verbrennen. Neben dem Heizwert sind die teilweise sehr hohen Schadstoffgehalte (z.B. Salze, Schwermetalle, Dioxine), die der Restabfall ebenfalls enthält, verfahrenstechnisch zu behandeln, um keine kritischen Emissionen in Luft, Wasser oder Boden freizusetzen. Durch die Verbrennung reduziert sich das aufgegebene Abfallvolumen auf ein Fünftel und gewichtsmässig auf ein Drittel, dadurch dass die organischen Substanzen verbrennen, das im Abfall enthaltene Wasser verdampft und nur noch die mineralischen Bestandteile des Restabfalls übrig bleiben. Gleichzeitig verdampfen bei den hohen Verbrennungstemperaturen viele Salze und Schwermetalle teilweise oder gänzlich und gelangen deshalb nicht in die Schlacke sondern über das Rauchgas in die Rückstände der Rauchgasreinigung. Aus einer Tonne Restabfall verbleiben damit ca. 250 kg inertisierte, schadstoffarme, aufbereit- und verwertbare Schlacke und ca. 30-50 kg schadstoffangereicherte Rückstände aus der Rauchgasreinigung. Die beim Verbrennungsprozess freigesetzte Wärme gelangt über den Dampfkessel in die Energienutzungsschiene. Dabei werden 80 % und mehr der in den Rauchgasen enthaltenen Wärme entzogen, in Dampf umgewandelt und anschliessend zur Strom- und Fernwärmeerzeugung genutzt.

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Kärcher
 26.05.2012
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