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Die Luftfeuchtigkeit, oder kurz Luftfeuchte, bezeichnet den Anteil des Wasserdampfs am Gasgemisch der Erdatmosphäre oder in Räumen. Flüssiges Wasser (z.B. Regentropfen, Nebeltröpfchen) oder Eis (z.B. Schneekristalle) werden der Luftfeuchtigkeit folglich nicht zugerechnet. Dabei wird zwischen relativer und absoluter Luftfeuchte unterschieden. Die absolute Luftfeuchte ist ist die tatsächlich in der Luft enthaltene Wasserdampfmenge, ausgedrückt in [g/m3]. Die relative Luftfeuchtigkeit ist das prozentuale Verhältnis zwischen dem momentanen Wasserdampfdruck und dem Sättigungswasserdampfdruck. Für den Menschen ist eine relative Raumluftfeuchte von ca. 50 % zuträglich. Diese Größe schützt auch vor elektrostatischen Aufladungen und begünstigt die Werterhaltung von Bodenbelägen, insbesondere aus Holz, Holzwerkstoffen und Kork. Relative Luftfeuchten von < 50 % können zu größeren Dimensions- und Formveränderungen von Bodenbelägen führen. Während der Heizperiode auftretende Verbreiterungen von Fugen sind deshalb auf produktspezifische Eigenschaften zurückzuführen und nicht zu beanstanden. Im Winter ist die erforderliche relative Luftfeuchte von ca. 50 % nur durch zusätzliche Maßnahmen (z. B. Luftbefeuchter) erreichbar. Probleme mit der Luftfeuchtigkeit im Wohnraum treten dann auf, wenn im Vergleich zur Raumtemperatur kühlere Stellen vorhanden sind und die Luft mit Feuchtigkeit angereichert ist. Besonders in den Ecken zu Außenwänden herrscht oft wegen dem Vorhandensein von Kältebrücken eine niedrigere Oberflächentemperatur. Da die mit Feuchtigkeit angereicherte Luft bei Abkühlung die überschüssige Feuchtigkeit abgeben muss, kondensiert der Dampf an der kühlen Stelle. Es bildet sich Tau, die Wand wird feucht, die Fenster beschlagen.
Eine feuchte Wand hat schlechtere Wärmedämmwerte. Ist sie durchfeuchtet, kühlt sie bei niedrigen Außentemperaturen noch stärker ab, der oben geschilderte Effekt verstärkt sich.
An der feuchten Wand herrschen durch Farbe, Kleister, Tapeten ideale Bedingungen, die gesundheitsschädlichen Schimmel bzw. Pilze wachsen lassen.
Ist ein Schimmel bereits vorhanden, so macht er sich durch modrigen, muffigen Geruch oder durch erste dunkle Flecken bemerkbar.
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