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Lehm

Lehm ist der Urbaustoff der Menschheit. Lehmbauten z.B. in Nordafrika und Arabien haben Jahrhunderte überdauert. Lehm ist das Verwitterungsprodukt aus einer Mischung von Ton, Schluff, Sand, und Kies. Die bindigen Bestandteile sind Ton und Schluff, die "rolligen" Bestandteile sind Sand und Kies. Früher hatten viele Dörfer eigene Lehmgruben, aus denen die Bewohner praktischerweise gleich das Lehmmaterial beziehen konnten, um damit die Holzstakungen in Fachwerkhäusern zu bewerfen und anschließend die Gefache mit Lehm zu verputzen, wie auch Lehmböden heute noch in alten Kellern anzutreffen sind. Im Zuge des Erstarkens ökologischer Bauweisen wurde Lehm wieder entdeckt, da er Luftfeuchte aufnehmen, speichern und bei trockener Witterung wieder abgeben kann. Mit Lehmputz versehene Innenräume halten deshalb eine ziemlich konstante Luftfeuchte von 45 %, was als gesundes Raumklima gilt. Fertige Mischungen für Lehm und Lehmputze werden inzwischen von der einschlägigen Industrie angeboten. Die Holzstakung (andere Schreibweise auch Staakung) besteht aus Hölzern, die senkrecht zwischen in die Gefache eines Fachwerkhauses eingelassen und anschließend mit Ruten umflochten werden. So entsteht ein natürliches "Trägerrost", welches mit Lehm beworfen wird. Fie Fachleute bezeichnen das Verfahren als Lehmschlag. Holzstakungen werden auch heute noch bei der Restaurierung historischer Fachwerkhäuser angefertigt. Auch neuerbaute Fachwerkhäuser können, wenn der Bauherr dies wünscht, mit Staken ausgebaut werden, dann sind aber, was die Innendämmung betrifft, erhebliche Auflagen nach der EnEV zu erfüllen. Daß ein mit Lehmschlag ausgekleides Gefach natürlich auch mit einem Lehmputz verputzt werden muss, ist selbstverständlich.

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