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Kunstharzputz ist der Sammelbegriff für Beschichtungen mit putzartigem Aussehen. Er wird ausschließlich als Oberputz verwendet. Die Bindemittel von Kunstharzputzen sind organischer Natur, Zement oder Kalk fehlen völlig. Die Putze werden in pastöser Form verarbeitungsfertig geliefert. Vor der Verarbeitung müssen sie nur noch kurz durchgerührt und eventuell mit Wasser- oder Lösemittelzusatz auf die gewünschte Konsistenz gebracht. Unterschieden wird nach Außen- und Innenputze mit unterschiedlichem Bindemittel-Mindestgehalt. Kunstharzputze gibt es in vielen Farben, Körnungen und Strukturvarianten. Wässrige Kunstharzputze trocknen rein phyikalisch durch Verdunsten des Wasseranteils. Bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit verlängert sich daher die Trocknungszeit, während sie sich im Sommer bei hohen Temperaturen verkürzt. Fällt die Temperatur unter 5°C, dürfen keine wässrigen Kunstharzputze mehr verwendet werden. Hierfür wurden sogenannte Winterputze entwickelt, die durch eine verbesserte Bindmittel-Technologie bis knapp über dem Gefrierpunkt verarbeitet werden können. Sie sind nach acht Stunden regenfest sowie frostsicher und nach einem Tag soweit trocken, dass sie überarbeitet werden können.
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