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Holzrohre gab es bereits um 1500 in der lybischen Wüste oder um 1615 in London, sie stellen die älteste Bauweise zur Beförderung von Flüssigkeiten und insbesondere von Wasser dar. Bei den ursprünglichen Holzrohren handelte es sich um ausgebohrte Baumstämme, die stirnseitig mit Eisenringen zu einer Leitung verbunden wurden. Bei den modernen, auch heute eingesetzten Holzrohren handelt es sich fast ausschließlich um Holzdaubenrohre, deren Herstellung ähnlich wie bei Fässern funktioniert. Das Holzrohr ist aus vielen, gegeneinander versetzten Bohlen zusammengefügt. Die Bohlen werden mit Stahlringen zusammengehalten. So entsteht ein leichtes, endloses Rohr ohne durchgehende Stöße. Die Rohre werden in einem Graben auf Kies verlegt oder oberirdisch auf Böcken aus Holz oder Beton. Die am häufigsten verwendeten Holzarten für Holzrohre sind wegen des hohen Harzgehaltes Kiefer, Douglasie oder Lärche, es kommen aber auch Eiche oder Ulme zum Einsatz. Holzrohre sind resistent gegen Säuren und Laugen und andere aggressive Stoffe. Da sich in den Rohren eine schleimige Schicht bildet, gibt es keine Reibungsverluste. Holzrohre kommen zum Beispiel als Turbinenleitungen, für Wasserversorgungsanlagen (z.B. für Heilwässer) oder für den Transport von Laugen, Solen und verdünnten Säuren zum Einsatz.
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