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Graffiti sind keine Erfindung der heutigen Zeit. Bereits im alten Pompeji gab es in Mauern geritzte Schriften, Karikaturen und gar Obszönitäten. Im Jahre 1968 war es in den USA plötzlich "in", seinen Namen und die Nummer der Straße in der man wohnte, mit Filzstift an die Wände zu schreiben. Die heute üblichen Graffiti aus Sprühdosen gibt es allerdings erst seit Anfang der 70er Jahre, und die waren gleich über einen halben Meter hoch. In den 80er Jahren setzte sich eine "Graffiti-Art" in New York als anerkannte neue Kunstrichtung durch - ein berühmter Vertreter war Keith Haring. Der Kreativität sind bei Graffiti keine Grenzen gesetzt. Das Repertoire reicht von einfachen Buchstaben und Worten bis hin zu aufwendigen Bildern. Dabei hat sich auch ein typischer Schreibstil herauskristallisiert: Ein Wort steht in dekorativ gestalteter Schrift, häufig mit einer Art Wolke im Hintergrund. Die Meinung über Graffiti ist sehr gespalten. Die einen empfinden es als Schmiererei, die anderen sehen es als Kunst. Dabei muss man beachten, dass ein großer Teil der Graffiti illegal, also ohne Einverständnis der Eigentümer, an Hauswände, Garagentore, Mauern, Züge, Brücken gesprüht wird. Dabei handelt es sich selbstverständlich um Sachbeschädigungen, die sowohl straf- als auch zivilrechtlich verfolgt werden können. Jeder ermittelte Sprayer zahlt für den entstandenen Schaden. So kann das Reinigen einer Fassade oder eines Zuges bis zu 80.000 Mark kosten. Die Art von Graffiti, bei denen man zahlreiche politisch motivierte Parolen findet, sind größtenteils "Farbschmierereien" von Jugendlichen, die auf sich aufmerksam machen wollen.
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