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Als Glaskrankheit bezeichnet man bei antikem Glas und bei Gläsern des 17./18. Jh. auftretende Veränderung des Glas-Erscheinungsbildes in Form einer Trübung, dem so genannten Erblinden oder Blindwerden des Glases (früher auch als Abstehen bezeichnet), bis hin zum Entstehen von Haarrissen und dem schuppenförmigen Abblättern der Oberfläche. Die Glaskrankheit entsteht durch die Verbindung von Wasser und Kohlensäure mit den alkalischen Bestandteilen des Glases und auch durch ein falsches Mischungsverhältnis von Kieselsäure und Alkalien. Um das Glas für Dekorschliffe geschmeidiger zu machen, erhöhte man den Anteil der Alkalien, was im Laufe der Zeit zu kristalliner Ausscheidung und zu den erwähnten Symptomen führte.
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