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Die Frankfurter Küche ist ein Begriff aus der Architekturgeschichte und geht zurück auf die Wiener Architektin Grete Schütte-Lihotzky, die sehr sozial engagiert war und sich in den 20-er Jahren Gedanken machte, wie das Wohnumfeld insbesondere der Arbeiterschaft verbessert werden könnte. 1926 kam Grete Schütte-Lihotzky nach Frankfurt, wo sie mit der Frankfurter Küche den Prototyp der Einbauküche entwickelte. Ihre Küche sollte unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Prinzipien eine arbeitssparende Haushaltsführung ermöglichen, um den berufstätigen Frauen die Haushaltsführung zu erleichtern. Die in die Architekturgeschichte eingegangene Frankfurter Küche war mit knapp 2 x 4 m sehr schmal, die geschickte Anordnung der Möbel ermöglichte es aber der Hausfrau, die Küche effektiv zu nutzen und durch die geöffnete Schiebetür auch ihre Kinder im Wohnraum zu beobachten. Da die Vorratshaltung damals voin großer Bedeutung war, gehörte zu jeder Küche Aluminiumschütten für Graupen, Gries usw. sowie eine große Mehlschublade aus Eiche, wobei die im Eichenholz enthaltene Gerbsäure Mehlwürmer fernhielt. Die Küche wurde allein vom Frankfurter Hochbauamt über 10.000-mal im kommunalen Wohnungsbau eingebaut. Grundsätzlich war die Küche mit einem Fenster ausgestattet. Fensterlose, nur über Abzugschächte zu belüftende Küchen werden fälschlicherweise auch als Frankfurter Küche bezeichnet.
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