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Viele Besitzer älterer Fertighäuser kennen den typischen "Fertighausgeruch". Er tritt vor allem bei Häusern auf, die vor 1984 gebaut wurden. Die Ursache für den Fertighausgeruch ist in den bis zu diesem Jahr verwendeten Holzschutzmitteln zu finden. Nicht dass diese Holzschutzmittel damals verbotenerweise eingesetzt wurden: Nein, diese Mittel waren häufig sogar ausdrücklich vorgeschrieben, so dass den Fertighaus-Herstellern kein Vorwurf zu machen ist. Dennoch haben viele Hausbewohner heute mit dem Fertighausgeruch zu kämpfen, der seine Ursache in einem längerfristigen chemischen Reaktionsprozess hat. In diesem Reaktionsprozess bilden sich aus den eingebrachten Holzschutzmitteln sogenannte Chloranisole (Tetrachloranisol TeCA oder Trichloranisol TCA) aus, die bereits bei sehr niedrigen Konzentrationen zu einer intensiven Geruchsbildung führen. Die angesprochene Geruchsbildung erfolgt nicht bei allen Häusern, die mit den betreffenden Holzschutzmitteln behandelt wurden. Es ist durchaus möglich, dass Häuser exakt gleicher Bauart eine Geruchbildung aufweisen können oder auch nicht. Nach heutigen Erkenntnissen spielen die individuellen Rahmenbedingungen wie Außen- und Raumklima, Dichtigkeit der Bauteile, Lüftungsverhalten, vor allem jedoch die Feuchtebedingungen innerhalb der Bauteile eine maßgebliche Rolle. Gerade der Einfluss der Feuchtebedingungen erklärt, warum bei Auftreten einer Geruchsbildung immer die Außenwand betroffen ist.
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