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Eine Faserbewehrung kann aus Stahlfasern, Glasfasern oder Kunststofffasern bestehen. Stahlfasern werden ausschließlich im Betonbau verwendet. Aufgrund der großen Querschnitte bei den Betonpumpen, dem Verdichten und dem maschinellen Glätten sind sie dort bestens geeignet. Bei Estrichpumpen, mit Schlauchdurchmesser 50mm, führen sie jedoch zu Verstopfung. Die Fasern stehen teilweise aus der Estrichoberfläche heraus, was zu Problemen beim Belag oder der Beschichtung führt.
Glas- und Kunststofffasern werden seit Jahren mit gutem Erfolg bei der Estrichverlegung verwendet. Sie werden mit dem Verpackungsbeutel in die Mischmaschine gegeben. Dort löst sich der Beutel auf und die Fasern verteilen sich in der Mischung, so dass sie überall im Estrichquerschnitt zu finden sind. Teilweise stehen die Kunststofffasern aus der Estrichoberfläche heraus. Dies stört jedoch nicht, da auf bewehrte Estriche, und dies sind in der Regel Zementestriche, fast immer Fliesen verlegt werden. Ist später ein Anstrich, oder eine Beschichtung vorgesehen, sollte auf eine Faserbewehrung verzichtet werden.
Kunstfaserbewehrungen erhöhen die Biegezugfestigkeit und nehmen Feuchtigkeit auf. Die Trocknung des Estrichs und das Schwinden wird verzögert, so dass das Verformungs- und Risseverhalten günstig beeinflußt wird.
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