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Fachwerkhaus

Fachwerkhaus

Das Fachwerkhaus gilt als typisches deutsches Haus, weshalb denn auch die amerikanische Übersetzung „German houses“ lautet. Allerdings stand der Fachwerkbau auch in England und Teilen Frankreichs sowie der Schweiz in hoher Blüte. Die Tragekonstruktion eines solches Hauses, eben das Fachwerk, bestand und besteht aus Schwellen, Rähmen, Ständern und Riegeln, die allesamt aus Holz sind. Und zwar entweder aus Eiche, Buche oder Fichte und im modernen Fachwerkbau auch aus Leimholzbindern. Die Zimmerleute beherrschten früher die Kunst, das einzelne Holzteil mit dem Zimmermannsbeil aus dem Rundstamm zu beilen. Fachwerkhäuser sind außerordentlich stabile Konstruktionen, die teilweise Jahrhunderte überdauert haben. Unsere Vorfahren verstanden sich darauf, nicht einfach Stockwerk auf Stockwerk zu setzen, sondern Fachwerkhäuser mit bis zu acht überkragenden Geschossen und Zwischengeschossen aufzurichten. Der gute Brauch des Richtfestes rührt daher. Fachwerkbauten wurden ohne Kenntnis von Statik und rein aus der Erfahrung der Zimmerleute errichtet. In repräsentativen Fachwerkhäusern und Rathäusern manifestierte sich auch der Wohlstand des erstarkenden Bürgertums, was man an den mit Schnitzereien und Malereien versehenen Schwellen und Balkenköpfen noch heute vielerorts sehen kann. Die Gefache des Fachwerkhauses wurden und werden mit Ziegeln oder mit einer Holzstakung ausgefüllt, die mit Lehm beworfen und verputzt wurden und bei originalgetreuen Nachbauten und Restaurierungen auch noch so ausgeführt werden. Moderne Fachwerkhäuser orientieren sich entweder am Baustil der Vorfahren, wobei jedoch auch moderne Baumaterialien zum Einsatz kommen oder aber sie zeichnen sich durch eine architektonisch aufregende Weiterentwicklung aus, bei der die Gefache zu einem erheblichen Teil verglast sind. In bestimmten Gebieten Deutschlands wie etwa in Westfalen wurden nicht zuletzt Bauernhöfe und Scheunen in Fachwerk-Bauweise errichtet.