|
|
Ein Anstrichstoff hat eine schlechte Deckkraft, wenn die getrocknete Farbe die überstrichene Fläche nicht überdeckt und der Untergrund durchscheint (siehe Foto von Paint Quality Institute). Gründe dafür können die Verwendung einer Farbe minderer Qualität, Verwendung ungeeigneter Werkzeuge oder eine ungeeignete Kombination aus Abtönpaste und Grundfarbe sein. Ist die Farbe sehr viel heller als der Untergrund, oder enthält sie hauptsächlich organische Pigmente mit geringem Deckvermögen, scheint der Untergrund ebenfalls durch. Wenn der Untergrund erheblich dunkler oder eine gemusterte Tapete ist, sollte er vor dem Deckanstrich grundiert werden. Bei Verwendung abgetönter Farben sollte die richtige Grundfarbe gewählt werden. Wenn eine schlecht deckende organische Farbe verwendet werden muss, muss zuvor ebenfalls eine Grundierung aufgetragen werden. Siehe dazu auch Deckvermögen.
Die neue Europäische Norm EN 13 300 teilt die Deckkraft in 4 Klassen ein, wobei wiederum die Klasse 1 das beste Qualitätsniveau darstellt (Schulnotensystem).
Zur Bestimmung der Deckkraft wird eine ganz bestimmte Schichtstärke an
Farbe auf eine sogenannte Kontrastkarte (schwarz-weiß Karte) aufgetragen.
Nach definierter Trocknungszeit wird dann das Kontrastverhältnis gemessen
(wie gut deckt die weiße Farbe die schwarz-weiss Karte ab).
Die genaue Einteilung nach der EN 13 300 lautet:
Klasse 1 : Deckkraft besser oder gleich 99,5%
Klasse 2 : Deckkraft besser oder gleich 98,0%
Klasse 3 : Deckkraft besser oder gleich 95,0%
Klasse 4 : Deckkraft weniger als 95,0%
|
 |
| © Copyright by pw-Internet Solutions GmbH |
 |
|
|
|