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Chloranisole

Wenn es in einem älteren Fertighaus muffig riecht, muss das nicht unbedingt an einem Befall mit Schimmelpilzen liegen, häufig sind daran auch die sogenannten Chloranisole schuld. Bei Chloranisolen handelt es sich um Abbauprodukte von PCP, es werden also giftige Holzschutzmittel abgebaut. Diese waren zum Zeitpunkt des Fertighausbaus noch erlaubt, wurden aber später dann verboten.

Chloranisole bilden sich in einem längerfristigen chemischen Reaktionsprozess aus den eingebrachten Holzschutzmitteln wie folgt: Tri-/Tetrachlorphenol (einer Verunreinigung des PCP) + Feuchte + Mikrobielle Belastung (+ Formaldehyd).

Zwar sind die Chloranisole nicht Ursache für allerlei Beschwerden von Kopfschmerzen bis Reizung der Atemorgane, sondern z. B. eher Formaldehyd. Chloranisole sind aber ausgesprochen geruchsintensiv. Auch müssen Fertighäuser, in denen Chloranisole festgestellt werden, nicht unbedingt saniert werden. Letztendlich entscheiden die Bewohner, ob sie muffelnd durch die Gegend laufen möchten. Entscheidet sich der Fertighaus-Besitzer für eine Sanierung, muss zunächst die alte Beplankung und die Dämmung entfernt werden. Da sich das PCP in der Holzkonstruktion befindet, muss es darin eingeschlossen werden. Da funktioniert mit speziellen Anstrichsystemen, die den vorhandenen Holzschutzmittelwirkstoff fixiert. In zweiten Schritt wird das Wandgefach mit einem Schafwollabsorbervlies ausgekleidet. Das Schafwollvlies absorbiert die dort vorhandenen Chloranisol- und Formaldehydmoleküle und neutralisiert sie dauerhaft und irreversibel durch chemische Umwandlung. Im dritten Schritt wird die Wand wieder gedämmt. Die neue Wärmedämmung sollte möglichst diffusionsoffen und ökologisch sein und durch ihr Feuchtepuffervermögen eine optimale Regulierung des Feuchtehaushalts in der Wand gewährleisten.