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Der Begriff Erosion wurde aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet soviel wie "Abnagung". Damit ist die Erosion aber auch sehr gut beschrieben, denn tatsächlich "nagt" fließendes Wasser seit Jahrtausenden an Landschaften und selbst Felsformationen. So sind Täler und Schluchten entstanden. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Bodenerosion in vielen Teilen der Erde durch Umweltschäden, die der Mensch verursacht hat, erheblich verstärkt. Das unkontrollierte Abholzen riesiger Waldgebiete, aber auch die zunehmende Verdichtung des Bodens durch flächendeckende Bebauung führt dazu, dass das Wasser nicht mehr von den Wäldern aufgenommen wird bzw. nicht mehr ins Grundwasser versickern kann. Die Folge sind Felsrutsche, wie sie fast jedes Jahr aus den Alpen vermeldet werden, aber auch eine Zerklüftung und Auswaschung angeblich "felsenfester" Hänge z. B. an der Algarve in Portugal, siehe Foto. Der Baugrund tausender Häuser in Hanglage ist dort mittelfristig von der Bodenerosion bedroht. Die Ferienhäuser laufen Gefahr, eines Tages ins Meer zu rutschen. In den Alpen versucht man, der Erosion mit der Anlage von Schutzmauern und Gabionen entgegen zu wirken. In den südlichen, vom Tourismus gepägten Ländern geht man daran, durch Küstenbefestigungsmaßnahmen, aber auch durch Rückbau von großen Hotelanlagen das Schlimmste zu verhüten.
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