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Das Bodenaustauschverfahren ist ein Verfahren zur Bodenverbesserung und kommt vor bei besonders gering tragfähigen oder nicht anderweitig verbesserungsfähigen Bodenschichten zur Anwendung. Der Bodenaustausch kann auf verschiedene Weise wie zum Beispiel durch Verdrängen, mit dem Seitenschildgerät oder dem Vorschubgerät erfolgen. Beim Kastenbodenaustauschverfahren werden oben und unten offene Stahlkästen über den auszutauschenden Boden gestellt. Hier wird dann der Boden in dem Kasten bis zu einer bestimmten Tiefe ausgetauscht. Dieses Verfahren kommt z.B. beim Gleisbau zum Einsatz. Vor allem Hochgeschwindigkeitszüge benötigen einen extrem tragfähigen und belastbaren Untergrund. Unterschiede beim Bodenaustausch entstehen auch durch die hydrologischen Verhältnisse. Ist der Boden trocken, kann beim Bodenaustausch ganz anders vorgegangen werden als bei einem nassen Boden. Steht kein Wasser an, wird der Boden in
der Regel durch Radlader, Bagger oder Schubraupen ausgehoben und mit LKWs
abtransportiert. Beim Bodenaustausch im
Nassen wird der Boden mechanisch oder durch eine Kombination mit Spülhilfen gelöst und
mit schwimmenden Behältern oder – sofern spülfähig – in Rohrleitungen abtransportiert. Der
Einbau des Austauschmaterials sollte möglichst schnell erfolgen, da der anfallende Schlick
so verkleben kann, dass ein neuerlicher Aushub notwendig wäre.
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