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Dieses weiße Farbpigment wird unter der Einwirkung von Essigsäure aus Blei hergestellt. Chemisch wird es als Blei-(II)-Karbonat bezeichnet. Historisch wurde das Pigment dadurch gewonnen, dass Blei monatelang in Tongefäßen über Essig gelagert wurde. Dabei wurden die Töpfe in Kuh- oder Pferdemist eingegraben. Durch den Temperaturanstieg des fermentierenden Mists reagierte das Blei mit Essigdämpfen und Kohlendioxyd und bildete Bleiweiß. Das Pigment wurde dann abgekratzt, getrocknet und gemahlen. Es reagiert sehr gut mit Leinöl, schützt dadurch Metalle vor Korrosion und Farbe sowie darunter liegende Stoffe wie Holz vor Pilzen, Bakterien und Insekten. Da Bleiweiß allerdings sehr giftig ist, wird es heute kaum mehr verwendet.
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