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Mit Arbeiten bezeichnet der Tischler Spannungsvorgänge im Holz, die durch Aufnahme von Feuchtigkeit oder Trocknung entstehen. Als naturgewachsener Werkstoff reagiert Holz auf Temperatur und besonders auf Feuchtigkeitsschwankungen mit Schwinden, Quellen, Verziehen,
Reißen oder Werfen. Kurz gesagt: Es arbeitet. Aber auch bei diesen Bewegungen
folgt das Holz bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Wenn man diese kennt, kann man
seinen "Bewegungsdrang" in der Regel erfolgreich eindämmen. Zunächst einmal muss man beachten, dass Holz beim Trocknen an Volumen verliert,
es schwindet. Getrocknetes Holz, wie man es für Ausbauarbeiten im Innenbereich
verwendet, kann aber auch wieder Feuchtigkeit und damit Volumen aufnehmen: In
diesem Fall spricht man vom Quellen des Holzes. In Faserrichtung bewegt sich das
Holz dabei übrigens kaum (maximal 1,5 Prozent Längenänderung). Die
Hauptbewegung erfolgt quer zur Faser. Dabei kommt es zu charakteristischen
Verformungen, da - vom Kern aus betrachtet - die Schwundneigung des Holzes nach
außen hin stetig zunimmt.
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