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Anhydrit ist ein, dem Gipsstein ähnliches, natürlich vorkommendes chemisches Sedimentgestein in weißgrauer Farbgebung ohne jegliche Bindung von Kristallwasser. In Pulverform ist Anhydrit Bestandteil von Zement. Zudem wird es bei der Produktion von Schwefelsäure und Porenbeton eingesetzt. Um Anhydrit in einem Estrich verarbeiten zu können, muss ein "Anreger" zugesetzt werden. Dies ist in der Regel Kaliumsulfat (K2SO4), kann aber auch Kalk (CaO) oder Zement sein. Der Anreger, dessen Anteil am Bindemittel 3-15% beträgt, beschleunigt die Wassereinlagerung (Schnellbinder), wodurch sich Anhydrit zu Gips umwandelt. Allerdings erfolgt die Umwandlung Anhydrit zu Gips nur zu ca. 65%. Dieses Verhältnis "Anhydrit zu Gips" sorgt zum einen für eine schnelle Trocknung (Gips bindet Wasser) und höhere Festigkeit (Anhydrit als Gerüst).
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