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Holz-ABC, das Lexikon, das ständig ausgebaut wird

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Wabenplatte Zwischen zwei Deckschichten aus Span befindet sich eine Mittellage aus wabenförmig angeordneten Kartonstreifen. Wabenplatten sind besonders leicht, aber erstaunlich stabil und tragfähig. Lieferbar sind Wabenplatten, bei denen die Deckschicht mit einer Grundierfolie versehen wurde. Diese kann beliebig farbig gestrichen oder gespritzt werden. Preiswerte Innentüren bestehen aus Wabenplatten, wobei allerdings in diesem Fall auf die Deckschicht ein Echtholzfurnier oder eine Dekorfolie kaschiert wurde. Wabenplatten sind meistens 30 oder 50 mm stark.
Wacholder Der Wacholder ist in Europa, Nordasien, Nordchina, Nordamerika und Nordafrika heimisch. Das Splintholz ist gelblich, das Kernholz ist gelblichbraun mit rotviolettem Ton. Das Holz ist sehr feinfaserig, zäh, mäßig schwindend und schwer spaltbar. Es trocknet langsam und ist sehr dauerhaft. Verwendung findet es für Gefäße, Pfeifenröhren, Drechslerei und Schnitzerei.
Wachs synthetisch oder aus natürlichen Rohstoffen hergestelltes Pflegemittel zur Veredelung und zum Schutz der Oberfläche bei Holzbodenbelägen.
Wachslasur Wachslasuren sind die umweltschonende Alternative, um nicht lackierte, rohe Holzoberflächen wie z.B. Verbretterungen, Möbel, Türen, Holzspielzeug usw. wirkungsvoll vor Umwelteinflüssen zu schützen. Wachslasuren enthalten polierbare Spezialwachse, die die natürliche Holzstruktur betonen. Ein gewachste Fläche kann nicht überlackiert werden, da das Wachs als Trennmittel wirkt und der Lack darauf nicht richtig haftet. Stark strapazierte Flächen wie Tischflächen sollten nicht mit Wachslasur behandelt werden, da sich der Schmutz darauf besser festsetzt als auf einer lackierten Fläche.
Waldkante unbesäumte, also nicht zugeschnittene und nicht entrindete Kante bei Schnittholz.
Walmdach Das Walmdach ist eine sehr häufig zu sehende Dachform, dem Satteldach verwandt. Im Gegensatz zu diesem schließt der First jedoch nicht mit den beiden Giebelwänden ab, sondern ist beidseitig zurückgebaut, das heißt abgeschrägt sind. Dabei unterscheidet man noch Zwergwalmdach, Krüppelwalmdach und Fußwalmdach. Da bei diesen Varianten nicht die komplette Seite abgewalmt ist, spricht man auch häufig von Vollwalmdach, wenn der Walm so ausgebildet ist, wie auf der Zeichnung. Weitere Bezeichnungen für Walmdach sind Walbendach, Holländisches Dach, Schopfdach oder Haubendach.
Wandbalken siehe Ortbalken.
Wärmedurchgangskoeffizient Der Wärmedurchgangskoeffizient wird im Bauwesen U-Wert genannt (früher k-Wert). Er gibt an, welche Wärmemenge (in kWh) durch eine Bauteilfläche von 100 m² in einer Stunde transportiert wird, wenn zwischen innen und aussen ein Temperaturunterschied von 10 Grad besteht. Je kleiner der Wert, desto besser. Ein guter U-Wert für ein Dach liegt bei etwa 0,20 kwh. Dies wird mit einer Zwischensparrendämmung von etwa 20 cm Dicke oder einer Aufsparrendämmung von etwa 12 Dicke erreicht. Bei einem Niedrigenergiehaus sollte der U-Wert des Daches unter 0,15 liegen. Dies wird durch entsprechende Erhöhung der Dämmstoffdicke erreicht. Ein guter U-Wert für eine Wand liegt bei 0,30, um Niedrigenergiehaus-Standard zu erreichen, sollte der U-Wert 0,20 nicht überschreiten. Das U im U-Wert entstammt der englischen Bezeichnung "Unit of heat-transfer".
Wärmekapazität erforderliche Wärmemenge (in W oder kJ), um 1kg eines Stoffes um 1°C zu erwärmen.
Wärmeleitfähigkeit die Anzahl von W, die pro Zeiteinheit durch 1qm eines 1m starken Stoffes dringt, wobei der Temperaturunterschied auf beiden Seiten des Stoffes 1°C beträgt.
Wärmeverluste Wie viel Energie zum Beheizen einer Wohnung bzw. eines Gebäudes benötigt wird, ergibt sich aus der Bilanzierung der Wärmeverluste und Wärmegewinne. Durch Außenwände, Kellerdecke, Dach und Fenster entweicht Wärme in die Umgebung. Diese Verluste werden als Transmissionswärmeverluste bezeichnet. Sie machen etwa 60 bis 80 % aller Wärmeverluste in Gebäuden aus. Die Bauteile mit den größten Wärmeverlusten sind üblicherweise Fenster und Glastüren. Um verbrauchte Luft zu ersetzen und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, muss ein Gebäude gelüftet werden. Dabei geht Wärme verloren, die als Lüftungswärmeverluste bezeichnet wird. Sie haben an den gesamten Wärmeverlusten einen Anteil von etwa 20 bis 40 %. Durch eine mechanische Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung können diese Wärmeverluste allerdings um bis zu 80 % gesenkt werden.
Wasserpalme siehe Flaschenbaum
Wechselbalken Wechselbalken sind bei einer Holzbalkendecke oder dem Dachstuhl quer zu den Zwischen- und Randbalken verlaufende Hölzer, z.B. bei Aussparungen für Kamine oder Treppen. Dabei müssen einzelne oder auch mehrere Holzbalken entsprechend gekürzt werden müssen, um diese Öffnung realisieren zu können. Meist ist es nicht möglich, einen gekürzten Balken einfach ohne Auflagerung (quasi „im Freien“) enden zu lassen, vielmehr muss dessen Ende an einen in Querrichtung eingebauten Balken angeschlossen werden, der wiederum an die beiden seitlich verlaufenden ungestört durchlaufenden Holzbalken angeschlossen wird. Ebenso werden Wechselbalken zwischen den Sparren eines Dachstuhls verwendet, um z.B. mehr Platz für ein größeres Dachfenster zu erhalten.
Wechseldrehwuchs entgegengesetzter Drehwuchs in den aufeinander folgenden Jahresringen, kommt vor allem bei tropischen Hölzern vor.
Wechselfalz Ein Wechselfalz ist eine Möglichkeit der Falzausbildung bei Fassadenprofilen oder anderen Profilhölzern. Er zählt auch zu den traditionellen Holzverbindungen des Tischlers. Der Wechselfalz erhöht die Festigkeit der Verbindung nur einseitig und daher in geringerem Maße. Im Bereich des L-förmigen Wechselfalzes wird die Fugenfläche vergrößert. So erhält man eine größere Leimfläche oder kann beim Einbau von Dichtstoffen die Luftdurchlässigkeit verringern. Einen Wechselfalz findet man häufig auch bei Dämmplatten oder Gipskartonplatten
Wechselholz siehe Wechselbalken.
Weichholz Auch der Laie kann Weichholz bestimmen. Wenn er nämlich das Holz mit seinem Fingernagel einkerben kann, dann handelt es sich um Weichholz. Viele Nadelbäume, z.B. Fichte oder Kiefer, sind Weichhölzer, aber auch einige Laubbäume wie z.B. Linde oder Pappel.
Weide in Europa sind 30 bis 40 Weidenarten bekannt, die man in Strauchweiden und Baumweiden unterscheidet. Das Holz hat für die Holzwirtschaft nur eine geringe Bedeutung, da es erstens zu weich ist und zweitens nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Allerdings wird Weide auch als Blindholz sowie für die Herstellung von Zündhölzern, Einweg-Eßbesteck und Spateln verwendet. Auch Klompen werden aus Weide geschnitzt.
Weidenzaun siehe Lattenzaun.
Weissbuche Die Weissbuche ist von Mitteleuropa bis in den Iran heimisch. Die Farbe des Holzes ist fast weiss mit einem Stich ins Graue. Die feinen Poren sind kaum sichtbar und die Jahrringe sind nicht erkennbar. Das sehr harte Holz ist dicht, elastisch, und zäh. Es ist schwer zu bearbeiten und zu spalten, aber gut zu drehen. Weissbuche schwindet stark und ist nur im Trockenen dauerhaft. Verwendung findet es für Furniere, als Drechslerholz, im Werkzeugbau und für Schirmstöcke.
Weissdorn Der Weissdon ist in Europa, Nordafrika, östliche USA und Westasien heimisch. Das Holz ist gelblich-rötlichweiss, wobei das Splintholz nicht zu unterscheiden ist. Poren und Markstrahlen sind kaum erkennbar. Das Holz ist sehr hart, zäh, witterungsfest und schwer zu spalten. Es neigt zum reissen, schwindet stark, und schwer zu trocknen. Es lässt sich gut schnitzen und drechseln. Es wird für kleine Gebrauchsgegenstände und Werkzeuggriffe verwendet.
Weißeiche siehe White Oak.
Weißfäule Nach Art der Holzzerstörung durch Pilze werden Braunfäule, Weißfäule und Moderfäule unterschieden. Die Weißfäule tritt meist am lebenden Baum auf, ist aber auch an feucht lagerndem Holz und an verbautem Holz im Gebäude zu finden. Bei der Weißfäule wird Zellulose und Lignin gleichzeitig abgebaut. Das Holz wird faserig und färbt sich hell bis weiß. Die Weißfäule wird auch als Korrosionsfäule bezeichnet.
Weißlack Als Weißlack werden alle Lacke bezeichnet, die mit weißen Pigmenten versehen sind. Als Weißpigment wird heute nur noch Titandioxid-Rutil verwendet. Weißlacke sind leicht streichbar und haben im Allgemeinen eine gute Deckung. Für einen Auftrag im Spritzverfahren müssen sie verdünnt werden. Wie andere Lackarten auch gibt es Weißlack in seidenmatt oder glänzend, für den Innenbereich und den Außenbereich, für Holz oder Metall.
Weißleim Weißleime bzw. PVAc-Leime sind die meist verwendeten Leime in der Holzverarbeitung und werden oft als universelle Bank- und Montageleime eingesetzt. Der Einsatz erstreckt sich noch über weitaus mehr Bereiche, je nach Spezifikation des Produktes. Wichtig ist hierbei, dass eine Seite der zu verleimenden Materialien saugfähig ist. Die wässrigen PVAc-Dispersionleime zeichnen sich in der Verarbeitung durch physiologische Unbedenklichkeit, Fugenfüllvermögen und meist leichte Reinigung von Arbeitsgeräten und Entfernung von überschüssigem Leim aus. In der Holzverarbeitung meist verwendeter Leim, bei dessen Einsatz wichtig ist, dass eine Seite der zu verleimenden Holzbauteile saugfähig ist.
Weißlochfäule Die Weißlochfäule ist eine Sonderform der Weißfäule, die vorwiegend im Kernholz eines Baumstammes auftritt. Durch den lokalen Abbau der Holzkomponenten entstehen Löcher (mit weisser Zellulose gefüllt).
Wellenwuchs Bezeichnung für Baumstamm, der krummschäftig und wellenartig gewachsen ist.
Weller siehe Holzstakung.
Wenge Die Wenge findet man in Westafrika, von Kamerun bis Kongo. Der Splint ist ca. 2 cm bis 5 cm schmal und grauweiß. Das Kernholz ist scharf begrenzt, frisch hell und wird später kaffeebraun. Ohne besondere Schwierigkeiten ist das Holz gut bearbeitbar, zu drechseln und zu schnitzen, jedoch ist zum Sägen ein erhöhter Kraftaufwand erforderlich. Wenge ist ein gutes Konstruktionsholz im Innen- und Außenbereich, das auch für maßhaltiges Rahmenwerk, Parkett und Furniere im Innenausbau geeignet ist.
Wertholz Bezeichnung für besonders wertvolle Hölzer und Holz-Raritäten. Das sog. Tonholz ist gleichzeitig immer ein Wertholz. Als Wertholz werden auch Hölzer für Tabakpfeifen oder für besondere Drechselarbeiten bezeichnet.
Western Red Cedar Das Verbreitungsgebiet des auch als Lebensbaum bekannten Baumes ist das westliche Nordamerika von Alaska bis Kalifornien und ostwärts bis Montana. Er kann bis zu 50 Meter hoch werden. Western Red Cedar ist deshalb so interessant, weil es dauerhaft ist und zugleich in größeren Mengen zur Verfügung steht. Da es aber sehr leicht ist, kann es nur dort eingesetzt werden, wo es auf Tragfähigkeit nicht so sehr ankommt. Ein Holz für den Garten, für Fassadenverkleidungen und Dachschindeln. Dünner Bretter aus Western Red Cedar trocknen gut, bei stärkeren Durchmessern kann es zu Schwierigkeiten kommen, weil das Holz zu Zelleinbrüchen neigt. Das Holz ist stabil, weich und deshalb leicht zu bearbeiten. Es nimmt eine schöne Oberfläche an. Bestimmte eigene Inhaltsstoffe machen es dauerhaft.
White Oak White Oak - also die Weißeiche kennzeichnet sich durch ihre feine Faser und grau-braune Färbung. Zur Gruppe der Weißeichen gehören die Sumpfeiche, Kastanieneiche, Zwergeiche, Quercus macrocarpa, Quercus lyrata und Quercus stellata. Die Weißeiche, wie andere Eichenarten auch, findet bei den Verbrauchern und der holzverarbeitenden Industrie großen Anklang. Ob Fußböden oder Möbel, das Eichenholz findet überall Anwendung, was nicht nur auf seine harte und robuste Struktur, sondern auch auf die hohe Biegschlagfestigkeit und die interessanten Fasermuster zurückzuführen ist.
Whitewood auch als Tulpenbaum bekanntes Holz. Es ist mit allen Werkzeugen gut zu bearbeiten. Das Holz ist bestens als Konstruktionsholz im Innenausbau geeignet. Wegen seines geringen Gewichts ist es im Modellbau sehr geschätzt. Unter Edelholzfurnieren wird Whitewood häufig im Klavierbau verwendet.
Widerspänigkeit durch Wechseldrehwuchs verursachter entgegengesetzter Faserverlauf, was zu einer streifigen, sehr dekorativen Maserung führt.
Willow Willow ist eine Baumart. Die Heimat dieses Laubaumes ist der Osten der USA. Je nach Wuchsbedingungen ist der Splint verschieden breit und hell creme-braun. Das Kernholz sticht dagegen blass rötlich bis graubraun ab. Willow ist maschinell und mit der Hand leicht zu bearbeiten. Allerdings ist bei schrägem Faserverlauf Vorsicht geboten, um eine wollige Oberfläche zu vermeiden. Das Holz lässt sich gut nageln und schrauben sowie ausgezeichnet verleimen. Geschliffen und poliert ergibt es eine sehr gute Oberfläche. Verwendung findet Willow für Möbel, Tischlerarbeiten, Leisten, Vertäfelungen, Türen, Küchenartikel oder Spielzeug.
Wimmer siehe Riegel.
Wimmerwuchs die Jahresringe verlaufen beim Wimmerwuchs in konzentrischen Wellen, was zu einer dekorativen Maserung führt.
Windbord siehe Ortgangbrett.
Windbrett siehe Ortgangbrett.
Windelbodendecke Die Windelbodendecke ist eine der ältesten Bauarten von Holzbalkendecke. Sie wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem bei städtischen und ländlichen Wohnhäusern ausgeführt. Diese auch als Wellerdecke oder Stakendecke bekannte Decke wurde aus Staken hergestellt, die mit Strohlehm umwickelt waren. Die vier bis sechs Zentimeter dicken Stakhölzer wurden in Nuten der Deckenbalken dicht an dicht gelegt. Als Fußboden diente bei einer Windelbodendecke zunächst ein Lehmverstrich, der mindestens bis zur Balkenoberkante aufgebracht wurde. Später gab es dann aber auch Holzfußböden. Auf der Unterseite der Decke verdeckte ein Lehmputz die Konstruktion. Wegen des vielen Lehms waren solche Decken relativ schwer, so dass große Balkenquerschnitte verwendet werden mussten. Dafür hatten die Windelbodendecken aber auch eine gute Schall- und Wärmedämmung und waren sehr feuersicher. Bei der halben Windelbodendecke wurden die Stakhölzer sechs bis acht Zentimeter unter der Balkenoberkante in Nuten gelegt, so ließ sich das Gewicht reduzieren und man brauchte nicht so viel Füllmaterial.
Windeln siehe Holzstakung.
Windfeder siehe Ortgangbrett.
Windrispe Bei einer Windrispe, d.h. einem Längsverband zum Aussteifen eines Dachtragwerks, handelt es sich häufig um ein Rispenband. Es kommen aber auch Scheibenkonstruktionen aus zugelassenen Holzwerkstoffplatten zum Einsatz. Im historischen Holzbau wurde der Längsverband auch mit eingeblatteten Kanthölzern oder unter die Sparren genagelte Bohlen hergestellt.
Wirbel gewellter oder unregelmäßiger Faserverlauf.
Wood-Plastic-Composites siehe WPC
WPC Wood-Plastic-Composites, ein Verbundstoff aus Holz und Kunststoff.
Würfelparkett Beim Würfelparkett werden einzelne Stäbe zu Quadraten zusammengefügt, deren Richtung abwechselnd um 90 Grad versetzt ist. Dabei entsteht die Optik eines Schachbrettes. Das Würfelmuster ist eines der beliebtesten Verlegemuster für Parkett. Mitunter wird Würfelparkett auch umlaufend mit einem Gehrungsfries versehen. Für ein Würfelmuster muss die Länge eines Stabes ein Mehrfaches der Stabbreite sein, z.B. 49 x 7 cm
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 07.09.2010
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